Fachglossar

Was bedeutet eigentlich … ?

Jede Branche hat ihre Fachsprache und ihre Bestimmungen. Sie basieren auf europäischen Normen, deren Geltungsbereich alle EU- und EFTA-Staaten umfasst.

Hier die wichtigsten Definitionen für Füllmaterialien, die in der Norm DIN EN 1885, Ausgabe Juni 1998, festgelegt und mit Erlaubnis des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. hier wiedergegeben sind:

Hinter den Füllmaterialien folgen Inletts und Einschütten.

Daune

Daunenfeder

Gefieder, das die Unterdecke vom Wassergeflügel bildet, bestehend aus Büscheln von leichten, flauschigen Filamenten, die aus einem schwach angedeuteten Daunenkern wachsen, aber ohne Schaft oder Fahne.

Feder

Hornige Hülle vom Geflügel. Sie hat eine kürzere und weichere Fahne als Langfedern und im Gegensatz zu Flaumfedern einen gut entwickelten Kiel.

Wassergeflügelfeder

Feder, gewonnen aus dem Rupf von Wassergeflügel wie Enten und Gänsen und/oder locker gesammelt aus den Nestern der Eiderenten.

Gänsefeder

Gänsefeder

Feder, gewonnen aus dem Rupf von Gänsen.

Entenfeder

Entenfeder

Feder, gewonnen aus dem Rupf von Enten.

Eiderdaune

Daune, gesammelt aus den Nestern der Eiderenten.

Landgeflügelfeder

Feder, gewonnen aus dem Rupf von Landgeflügel, wie z.B. Hühnerfeder und Truthühnerfeder.

Bearbeitete Feder

Feder, die alle Bearbeitungsprozesse durchlaufen hat, einschließlich Waschen, Trocknen und aller hygienischen Behandlungen.

Neue Feder

Feder, die nach dem Rupfen noch nicht als Füllmaterial verwendet wurde.

Wiederaufbereitete Feder

Feder, die bereits als Füllmaterial verwendet und erneut gewaschen, getrocknet und hygienisch behandelt wurde.

Quelle: www.vdfi.de

Synthetische Hohlfaserbällchen

Synthetische Hohlfasern, aufgewickelt zu kleinen Kügelchen oder Flocken, werden in einem chemischen Prozess hergestellt und mechanisch gerollt. Ähnlich wie natürliche Federn und Daunen können sie durch die Kapillarwirkung Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und durch die eingeschlossene Luft Wärme aufnehmen und isolieren.

Inlett und Einschütte

Ein Kissen oder eine Bettdecke, kurz Bett, besteht nicht nur aus der Füllung. Diese muss zusammen gehalten werden. Und je nach Anforderungen und Dicke kommen noch weitere Besonderheiten hinzu, wie z.B. Innen- oder Außenstege, Steppungen, Punktstichverbindungen oder Biesen zur optischen Verzierung oder höheren Stabilität der Nähte. Und natürlich sollten die verwendeten Materialien keine Federkiele oder Daunenfedern durch lassen. Aber was ist was und welche Funktion hat es?

Am folgenden Abschnitt wird noch gearbeitet. Fehler und unvollständige Informationen werden schnellst möglich behoben.

  • Inlett (Kissen- und Bettenhülle)
  • Einschütte (Bettenhülle)
  • Köper
  • Batist
  • Qualität
  • Daunendichte
  • Biese
  • Steg
  • Punktsteppung
  • Drei-Kammer-Kissen
  • Einzieh-Decke

Inlett

Der Stoffbehälter, in welchen die Federn oder Daunen eingefüllt werden, hat, je nach Verwendung und Beschaffenheit verschiedene Bezeichnungen. Der Stoffteil für Kopfkissen wird meistens als Inlett bezechnet und besteht häufig aus einem Köpergewebten Stoff. Sie besteht meistens aus einer einzigen Kammer, in der das Füllgut eingeschlossen wird. Ausnahmen bilden Drei-Kammer-Kissen. Bei diesen wird in der mittleren Kammer ein hoher Anteil an Federn eingefüllt, um eine hohe Stützkraft zu erreichen, in die außen liegenden Kammern wird ein hoher Daunenanteil eingefüllt, um eine weiche und anschmiegsame Fläche zu erhalten.

Einschütte

Die meist größere Stoffhülle für Bettdecken und übergroße Kissen oder Kinderbettdecken bezeichnet man häufig als Einschütte. Sie besteht meistens aus mehreren Kammern, damit sich die Füllung nicht in einem Bereich sammelt und einen Klumpen bildet, während in anderen Teilen der Decke die Hülle leer ist. Eine Ausnahme bilden hier Ballonbetten, die nur aus einer einzigen großen Kammer bestehen. Diese wird mit besonders voluminösen Daunen gefüllt und sieht dann aus wie ein großer Ballon.

Köper / Twill

Bei der sogenannten Köperbindung (im englischen Sprachraum auch Twill genannt) wird der Schussfaden nicht einfach abwechselnd über und unter einen Kettfaden geführt (wie bei der einfachen Leinwandbindung). Stattdessen geht er unter einem Kettfaden durch und läuft dann über zwei oder mehr Kettfäden hinweg. Weil dieser Rhythmus bei jeder neuen Reihe seitlich versetzt wird, entsteht das typische Merkmal von Köper-Stoffen: die schräg verlaufende Linie (der sogenannte Köpergrat), den man zum Beispiel bei Denim-Stoffen sehr gut sehen kann. Auf diese Weise kommen immer 2/3 der Schussfaden-Oberfläche auf einer Seite zu liegen, welche später auf der Innenseite der Kissen angeordnet wird. Der bekannteste Stoff in Köperbindung, den wohl jeder schon einmal gesehen und angefasst hat, ist der Jeans-Stoff mit den deutlich erkennbaren schräg verlaufenden Linien.

Die Köperbindung hat ihre Hauptanwendung bei Kopfkissen und Betten mit einem hohen Federanteil. Die Köperbindung nutzt dabei den Effekt der Selbstverdichtung. Durch die Reibung der Fasern aneinander verfilzt die Seite, an der der Hauptteil der Schussfäden liegt, über die Zeit miteinander, sodass das Gewebe mit längerem Gebrauch immer dichter wird. Da zudem für die Köperbindung seht stabiles Garn Verwendung findet, können Federkiele das Gewebe nicht durchdringen. Köperstoffe haben auf der anderen Seite ein höheres Gewicht als andere Webarten.

Batist

In Gegensatz zur Köperbindung werden für Batist-Stoffe die Leinwandbindung angewandt. Bei der Leinwandbindung werden die Schussfäden gleichmäßig und abwechselnd über und unter die Kettfäden geschossen. Die Stoffe sind so weniger strapazierfähig, aber deutlich leichter als Köper-Stoffe. Die Leinwandbindung findet daher mehr Anwendung bei der Herstellung von Betten oder Kissen mit hohem Daunen-Anteil. Durch spezielle Garnbeschaffenheit werden dennoch hohe Dichten erreicht, wodurch besonders die feinen Daunen nicht den Stoff durchdringen können. Die Anzahl an Fäden pro Zentimeter gibt dabei Aufschluss über die Qualität und Dichtigkeit des Stoffes.